Parisurlaub 29. Juli bis 2. August 2003

Es war tolles Wetter und nur ein kurzer Flug ab Düsseldorf. Das Taxi zum Hotel Royal Fromentin im Stadtviertel Montmartre kostete etwa 35 Euro. Nach dem Check-in im tollen 30-er-Jahre-Foyer bezogen wir unser Zimmer im 6. Stock. Jürgen müsste alleine mit dem Fahrstuhl hochfahren, denn zwei Leute mit Koffer passten wahrlich nicht in das altertümliche Gefährt. Auf der Hotelhomepage heißt es: "Nehmen Sie den antiken Aufzug mit seiner Holzverkleidung und den Glasfenstern und beachten Sie dabei die bis zum 7. Stock gehenden im Art Deco Stil erhaltenen Fenster, die an Paris der 30er Jahre erinnern. " Die Holz-Klapptüren mit Fensterscheiben des Fahrstuhles öffneten sich nach innen, was das Schließen derselben erschwerte, wenn man sich zu zweit in dem engen Raum befand. Dann musste man ja noch die äußere Eisentüre schließen, sonst fuhr das Monstrum ja nicht los. Die Benutzung des Aufzugs war jeden Tag aufs Neue ein Erlebnis. In dem Hotel befinden sich 47 erst kürzlich renovierten Zimmern. Wir bekamen ein sehr großes 4-Bett-Eckzimmer mit Minibrüstungsbalkon, wodurch wir einen einen atemberaubenden Blick auf Sacré-Coeur hatten. Beim Blick nach unten sah man meistens einunddieselbe häßliche Bordsteinschwalbe, Sexshops, die Gaststätte an der Ecke und den Verkehr auf dem Boulevard de Clichy. Das Zimmer war geschmackvoll im typisch französischen Stil dekoriert (Stofftapeten und tolle Gemälde) und mit jedem Komfort ausgestattet, darunter Satelliten-Fernsehen, Haartrockner, Doppelverglasung (die brauchte man auch wegen dem Straßenlärm)... Im Bad gab es jeden Tag neue Handtücher, kleine Duschgelfläschchen und Seifenstücke und natürlich wurde auch jeden Tag aufgeräumt und das Bett gemacht.

Aufenthaltsraum - Die Empfangshalle, einst das famose Kabarett "Le Don Juan", hat mit ihrer im Originalzustand erhaltenen Holzverkleidung den Charme und die Atmosphäre der 30ger Jahre bewahrt. In der Decke befand sich ein großes Schmuck-Glasfenster, was man auf dem Foto leider nicht sehen kann.

Frühstücksraum - für französische Verhältnisse fettes Frühstück. Es gab jeden Morgen Kaffee oder Tee zur Auswahl und pro Person ein Gläschen O-Saft, 1 Croissant, 1 rundes kleines Milchbrötchen, ein normales Brötchen 2 Stück Butter und je ein Näpfchen Marmelade. Von der Theke konnte man sich aber noch Butter, Schmelzkäse, Marmelade und Nutella als Nachschlag holen, was wir auch jeden Morgen in Anspruch nahmen, da wir immer alles drei Back-Teilchen auffutterten.

Hoteleingang

Blick vom Balkon nach links auf Sacré Coer

Vielleicht hätte ich mir doch solche Schuhe kaufen sollen, damit ich 20 cm größer werde. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit gut laufen kann.

typisches Pariser Straßenschild - man kann die Dinger als Kühlschrankmagneten, Mousepads, Postkarten, Aufkleber usw. als Souvenir kaufen

Hier sitze ich auf dem Dach des Kaufhauses "Lafayette". Im Hintergrund sieht man die Oper.

Hier musste ich mal die modernen Straßentoiletten ausprobieren. 40 Ct. Eintritt, Wasser, Seife, Luftstrom-Handtrocknung und moderne Spülung.

Metro Station "Abesses" - typischer Pariser Jugendstil

typischer Pariser Souvenir- und Zeitungskiosk
Was mir noch auffiel:
1. Die Franzosen haben anscheinend keine Zeit. Die rennen nicht nur die Rollreppen in der Metro hoch, sondern gehen dauernd bei rot über die Ampel. Ein Kapitalverbrechen in Deutschland und dort Alltag. Die Polizei interessiert das gar nicht und wir sind schließlich auch bei rot mitgerannt. So richtig interessieren sich Mopeds und Taxis aber auch nicht für rot, denn die stehen eh schon mitten auf dem Zebrastreifen und fahren manchmal los, wenn sie Lust dazu haben. Mit dem Auto würde ich schon wegen den Parkplatzproblemen nie nach Paris fahren.
2. Es läuft überall Wasser an den Bordsteinkanten entlang. Ich hab mich schlau gemacht: Die kleinen Wasserrinnsale dienen der Säuberung der Straßen, vor allem von Hundekot. Sie halten zusammen mit den vielen Grünen (das sind hier die Pariser Reinigungsbediensteten) die Stadt erstaunlich sauber.