Von hinten gesehen, mit Blick auf den Rücken, sollte die Wirbelsäule gerade verlaufen. Wenn sie dabei Verbiegungen zur Seite hin aufweist, ist das nicht normal, sondern krankhaft (Früherkennungstest). Dieses Phänomen wird als Skoliose bezeichnet, angelehnt an das griechische Wort "skolios" für krumm. Diese Verkrümmung geht einher mit einer Drehung mehrerer Wirbel zueinander und mit ungleichem Wachstum von Einzelwirbeln. Die Rippen folgen - weil sie mit den Wirbeln verbunden sind - der Verbiegung und bilden auf dem Rücken, im Bereich der Krümmung, eine sichtbare Vorwölbung ("Rippenbuckel"). Etwa 80-90 % aller behandelten Skoliosen im Kindes-und Jugendalter werden als "iodiopathisch" bezeichnet; d.h. ihre Ursache ist nicht bekannt. So war es auch bei mir.

Bei einer Skolioseoperation werden die Krümmungen mit Hilfe eines Systems von Stäben, Klammern und Haken, die entlang der Wirbelsäule an den Wirbeln fixiert werden, korrigiert. Die Operation nach Harrington war das erste Verfahren, welches mit einem Stab vom hinteren Zugang her gearbeitet hat und fand schon Ende der 1960-er bis zu den frühen 1980-er Jahren Anwendung.

Genau über diese Operation und den weiteren Verlauf ist hier mein persönlicher Erfahrungsbericht finden. Aus meinen Original-Teenager-Tagebucheinträgen von damals entstand dieser kleine Bericht, in den ich zum besseren Verständnis Anmerkungen von heute (orange hinterlegt) einbaute.

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