Tagebuchstart ARCHIV 22.12.2017  26.12.2017
22.12.2017
Ab heute hab ich Urlaub bis zum 08.01.2018. Bloß gut. Heiligabend verbringen Jürgen, Robin und ich diesjahr alleine bei meinen Eltern, da meine Schwester nicht dazukommen möchte, weil sie mit ihrer Familie alleine den Heiligabend besinnlich verbringen möchte. Dafür machen sie ein Fischräuchern mit Tannenbaum im Garten am 23.12., aber Robin könnte an dem Tag sowieso nicht hinkommen, weil er da - wie in jedem Jahr - zum Vorglühen in Stolzenhain ist. Jürgen und ich gehen da aus Prinzip nicht hin, weil ich der Meinung bin, dass sie ruhig mal für eine Stunde am Heiligabend ihre Besinnlichkeit hätten unterbrechen können. Die paar Stufen im gleichen Haus wären zu schaffen gewesen. Aber sie möchten das nicht mehr und basta. Sollen sie jetzt halt mit ihrer neuen Tradition glücklich werden. Wir zelebrieren die alte Tradition weiter und gehen zum Abendbrot zu meinen Eltern. Robin ist gottlob auch der Meinung, dass er Heiligabend mit Opa und Oma verbringen will, denn wer weiß, wie lange das überhaupt noch möglich ist. Aber gegen 22 Uhr oder so haut er ja eh ab, um wieder nach Stolzenhain zu seinen Schwiegereltern zu fahren. Am nächsten Mittag sind die Kinder dann wieder bei mir zum Essen und zum Kaffee stoßen meine Eltern dazu. Abends wollen die jungen Leute ausgehen und Jürgen und ich haben den 2. Feiertag in Ruhe für uns, wenn im Laufe des Vormittags die Kinder wieder nach Stolzenhain zum Festessen abdampfen.
Eigentlich wären wir ja am zweiten Feiertag zu Jürgens Mutter gefahren, aber für mich kommt das ja nicht mehr in Frage, dass ich jemals mit der wieder auch nur ein Wort wechsele. Jürgen muss auch nicht hin, da sie ja ab morgen bis Mittwoch über die Feiertage eine Busrundreise nach NRW gebucht hat. Die Geschenke für seine Mutter - die sie nicht verdient hat - hat er schon Montag abgeliefert. Er hat auch 50 Euro von ihr zu Weihnachten bekommen und für mich wollte sie eigentlich auch 50 Euro mitschicken. Aber Jürgen hat gesagt, dass ich von ihr nichts mehr will und so hat sie es wieder weggesteckt. Dann hätte sie das Geld ja eigentlich auch zusätzlich ihrem Sohn schenken können, aber das war von der Schrulle eh nicht zu erwarten. Ich könnte mich immer wieder über diese einfältige primitive narzisstische übergriffig beleidigende - in ihrer eigenen kleinen Welt lebende - sozial und kommunikativ inkompetente Wortverdreherin aufregen, die sich selbst für die Allerschlaueste hält und nicht müde wird, das dauernd lautstark zu betonen. Aber man sagt ja, Arroganz ist die Kunst auf seine eigene Dummheit auch noch stolz zu sein. Die macht mich total agressiv. Jeder Spruch und jede Schnapsidee, die die auf unserem Anrufbeantworter hinterlässt, löst bei uns stundenlanges Augenverdrehen über soviel Dummheit auf einem Haufen aus. Ich kann das nicht verstehen, dass sich überhaupt noch ein paar Nachbarn mit der abgeben. Angeblich kommen sogar Silvester welche zu ihr. Wer weiß, ob das überhaupt stimmt - mich sieht die jedenfalls nicht mehr wieder. Jürgen ruft ja auch so gut wie nicht mehr bei ihr an, weil sie sich eh nicht helfen lässt und alles besser weiß. Es kommen nur Vorwürfe und ein dämlicher Spruch nach dem anderen und das erträgt auch Jürgen nur noch kurzzeitig. Sie fragt ja auch nie irgendetwas, was wir so machen, weil sie der Nabel der Welt ist und sie andere nicht interessieren. Und dass Jürgen nichts von uns erzählt, merkt sie in ihrer Blase ja auch nicht. So, sollte ich jetzt ausfallend und beleidigend gewesen sein, kam das aus tiefstem Herzen. Die Nachbarn sagen selbst, dass Jürgen leider die Arschkarte hat, weil er sich als Sohn doch irgendwie kümmern muss. Und die kann froh sein, dass er das auch noch tut. Mit meiner Mutter schicke ich täglich WhatsApp und Fotos hin und hier - meine Eltern sind an unserem Leben interessiert, so unterschiedlich können ältere Leute sein.
Themawechsel: Meine neue Matratze ist vorgestern gekommen. Sie müffelt jetzt erstmal im Kinderzimmer aus. Probiert hab ich sie noch nicht, aber ich kann ja 100 Tage testen. Da mir der Bezug nicht gefällt, hab ich den von der alten Matratze daraufgemacht. Der war ja auch erst zwei Jahre alt, sauteuer und sieht noch aus wie neu.
Neue Fensterfolie hab ich vorhin an die Tür geklebt und eine neue Pfauen-Weihnachtskugel ist diesjahr bei uns eingezogen. Den weißen Zapfen auf dem mittleren Bild hat mir meine Kollegin geschenkt.

Vorigen Sonntag waren wir auf dem Striezelmarkt in Dresden. Eigentlich wollten wir in die Altmarktgalerie, aber die war zu. Hätten wir bloß vorher geguckt, ob in Dresden verkaufsoffen ist. Naja, dann haben wir eben auf dem Striezelmarkt Bratwurst und Waffeln gegessen und sind dann durchgefroren wieder nach Hause gefahren. Am Freitag waren wir ja schon in Riesa ein wenig shoppen, nachdem wir dort im Kino bei "Star Wars" waren. 36 Euro Eintritt für zwei Leute mit Popcorn und 3-D-Brillen. Ach, was war Kino früher schön billig.

So, für heute war's das wieder. Bis denne,
Kerstin Sell
Den Baum hat Jürgen gestern geschmückt. Die Nordmanntanne hat oben wenig Äste, aber mit mehr Deko passt das schon.
26.12.2017
Weiße Weihachten gab es diesjahr ja nicht. Im Gegenteil - im Garten blüht sogar noch einiges. Ich muss den Schnee auch nicht unbedingt haben.
Morgen sind die Feiertage vorbei und der Alltag zieht ein. Viel zu viel gegessen - wie immer. Der Adventskalender ist auch leer.
Die Kinder sind heute Mittag wieder gefahren, viel Zeit bringen die eh immer nicht mit. Von Robin haben wir Essen im "Blauhaus", eine Tablethalterung und eine WLAN-Steckdose bekommen. Meine Eltern bekamen auch das Essen, sodass wir das wohl Anfang März zu meinem Geburtstag einplanen werden. Dann müssen die Kinder nicht mehrmals nach Herzberg kommen. Die haben ja nie ein Zeitfenster dafür.
Heute hatten wir einen geruhsamen Feiertag mit Pilcher und Traumschiff. Kartoffelsalat von Mutter konnten wir auch noch essen, denn den haben die Kinder in ihrem hektischen Aufbruch genauso vergessen, wie die komische Lochschaufel, die sich Robin zu Weihnachten gewünscht hat.
Jürgen hat sich über seine Bodensee-Reise und die zwei Weihnachtspullover gefreut. In einem sieht er besonders freakig aus, aber das Bild zeig ich lieber nicht.

Heute hab ich gleich wieder Geld ausgegeben. Dann kommt es vielleicht noch diesjahr an. Als erstes musste ich mir eine Ersatzdüse für den Akkustaubsauger kaufen. Der macht plötzlich so komische Geräusche. Ist nicht auszuhalten. Weil die Garantie noch nicht abgelaufen ist, wollen wir es noch auf Garantie probieren. So ein teures Teil und dann so was. Da ich aber ohne den Sauger nicht leben kann, hab ich selber die Düse für 70 Euro bestellt. Irrsinn, was Ersatzteile kosten. Da hätte ich ja bald einen neuen Sauger kaufen können. Wenn das mit der Garantie klappt, dann haben wir eben zwei und für den nächsten Defekt Ersatz.
Als zweites ist ab heute das ganze Weihnachtszeug von Villeroy & Boch gesenkt, sodass ich mit zwei Weihnachts-Speiseteller gekauft hab. Ich hab nämlich festgestellt, dass ich für Weihnachten nur Frühstücksgedecke besitze. Dann können wir nächstes Jahr Mittags diese Teller nehmen. Das Geld muss im Umlauf bleiben.
Dann verabschiede ich mich mal.
So, für heute war's das wieder. Bis denne,
Kerstin Sell